Durch Stickstoffeinträge gefährdet: Das Kleine Knabenkraut (Orchis morio)
Foto: Dr. Günter Bretzel

19. Februar 2020, 19:30 Uhr, Zeughaus, Reichlesaal (Zi 116, 1. Stock) Zeughaussplatz 4, 86150 Augsburg Naturwissenschaftlicher Verein für Schwaben e.V.

Wenn ein Nährstoff zum Schadstoff wird

Einfluss des Stickstoffeintrags auf die Artenvielfalt

Vortrag von Dr. Eduard Belotti

Der natürliche Stickstoff in der Atmosphäre wirkt, obwohl er ihren Hauptbestandteil darstellt, gar nicht auf Lebewesen. Erst „reaktiver Stickstoff“ in Form verschiedener chemischer Verbindungen beeinflusst Organismen und Ökosysteme. Er entsteht absichtlich durch Düngerherstellung oder unabsichtlich durch Verbrennungsprozesse. Auch die Ausscheidungen von Tieren sind hier von Bedeutung. Der Effekt ist eine Zwangsdüngung aus der Luft. Gefährdet werden dadurch Arten, die an nährstoffarme Bedingungen angepasst sind, etwa in Mooren und Magerrasen.