Januar

Klimaschutz: 1,5-Grad-Ziel!

Mama Saranyro (59)
Nomade vom Stamm der Bozo, Fischer
Salamandaga, Korientzé-See, Mali

Der Wassermangel ist schuld an unserer Krise. Die Bozo sind seit jeher Nomaden, die vom Fischfang leben. Dazu benutzen wir Boote.

Doch jetzt gibt es weder genug Wasser noch genug Fische. Unsere Boote stecken im ausgetrockneten Fluss fest. Seit 2003 fallen die Wasserpegel, weil es zu wenig regnet. Früher hätten wir nicht hier sitzen können, weil hier überall Wasser war. Nun ist es weg. Wir haben versucht, im Kollektiv zu fischen und ein paar Flussabschnitte zum Fischen und für die Fischzucht zu retten, aber der Fischfang bringt hier nichts mehr ein.

Wenn das in den nächsten Jahren so bleibt und wir keine Hilfe bekommen, um unsere Lebensweise zu verändern, wird es uns sehr schlecht ergehen.

Aus: „Schicksale des Klimawandels“  Matthias Braschler und Monika Fischer (Fotografien), Jonathan Watts (Texte), HatjeCantz Verlag, Ostfildern 2011

Beim Klimagipfel in Paris Ende 2015 vereinbarten 196 Länder, dass Anstrengungen unternommen werden sollen, die Erhöhung der bodennahen Erdtemperatur auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, also das bisherige 2-Grad-Ziel noch zu verschärfen. Schon bei 2 Grad erleiden nämlich Mensch und Natur in besonders anfälligen Teilen der Erde schwer wiegende Schäden. Anzeichen dafür sind schon länger sichtbar. Dies dokumentieren die hier zitierten Beispiele aus dem Buch „Schicksale des Klimawandels“.