August

Klimaschutz: 1,5-Grad-Ziel!

Mariano Gonzalo Condori (48)
Bauer
Pucarumi, Peru

Wir verlieren unsere Gletscher. Sie verwandeln sich in Wasser, und bei uns fällt weniger Schnee. Wenn das so weiter geht, wird uns das Wasser ausgehen. Und wie sollen die Menschen dann leben?
Das wird eine Hungersnot geben, die Tiere werden verenden, und Landwirtschaft wird kaum noch möglich sein.

Kartoffeln wachsen normalerweise in einer Höhe von bis zu 3200 Metern, jetzt können wir sie in 4200 Meter Höhe anbauen….
In meiner Jugend war der Boden sehr fruchtbar, inzwischen bringt er nicht mehr viel hervor.

Als es noch schneite, war alles ganz weiß und der Ausangate, der höchste Berg Perus, sah wunderschön aus. Jetzt fällt immer weniger Schnee, und er ist hässlich geworden.

Die Wissenschaftler sagen, dass wir nur noch für 25 Jahre Wasser haben. Wir wissen nicht, was wir tun sollen. Wir machen uns große Sorgen.

 Aus: „Schicksale des Klimawandels“  Matthias Braschler und Monika Fischer (Fotografien), Jonathan Watts (Texte), HatjeCantz Verlag, Ostfildern 2011

 

Beim Klimagipfel in Paris Ende 2015 vereinbarten 196 Länder, dass Anstrengungen unternommen werden sollen, die Erhöhung der bodennahen Erdtemperatur auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, also das bisherige 2-Grad-Ziel noch zu verschärfen. Schon bei 2 Grad erleiden nämlich Mensch und Natur in besonders anfälligen Teilen der Erde schwer wiegende Schäden. Anzeichen dafür sind schon länger sichtbar. Dies dokumentieren die hier zitierten Beispiele aus dem Buch „Schicksale des Klimawandels“.