April

Klimaschutz: 1,5-Grad-Ziel!

Makan Diarisso Congo (54)

Bauer

Bema, Mali

 

Ich habe diesen Ort immer geliebt. Doch vor kurzem hat er sich sehr verändert, denn wir haben nicht mehr genug Wasser. Deshalb mache ich mir jetzt oft Gedanken über die Zukunft.

Das Wetter hat sich ziemlich verändert. Früher hat es zwanzigmal so viel geregnet. Heute müssen wir nach dem Wasser graben. Das war nicht so, als ich noch ein Kind war. Damals hat es viel geregnet, und wir hatten gutes Sumpfland. Die Menschen und die Kühe hatten das ganze Jahr Wasser zum Trinken. Die Bäume haben den Sand zurückgehalten. Doch jetzt gibt es keine Bäume mehr. Die Wüste, die immer näher kommt, hat schon die Wasserstelle erreicht, und der Wasserspiegel ist nach und nach gesunken. Sieben Monate im Jahr haben wir nicht genug Wasser für uns und unsere Kühe. Deshalb steht unser Dorf vor großen Problemen.

Aus: „Schicksale des Klimawandels“ Matthias Braschler und Monika Fischer (Fotografien), Jonathan Watts (Texte), HatjeCantz Verlag, Ostfildern 2011

 

Beim Klimagipfel in Paris Ende 2015 vereinbarten 196 Länder, dass Anstrengungen unternommen werden sollen, die Erhöhung der bodennahen Erdtemperatur auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, also das bisherige 2-Grad-Ziel noch zu verschärfen. Schon bei 2 Grad erleiden nämlich Mensch und Natur in besonders anfälligen Teilen der Erde schwer wiegende Schäden. Anzeichen dafür sind schon länger sichtbar. Dies dokumentieren die hier zitierten Beispiele aus dem Buch „Schicksale des Klimawandels“.