Oktober

Keine Konsequenzen aus Diesel-Gate

„… Die Kritik an der Automobilbranche ist nach wie vor ausgesprochen schonend. Es soll keine Vorverurteilung geben; aber in diesem Fall wird es auch keine Nachverurteilung geben. Wer es wagt, harte, einschneidende Maßnahmen zu fordern, der, so heißt es dann gleich, legt die Axt an unseren Wohlstand. Das mag sein. Wenn dies aber zutrifft, dann wird das Gerede von der „Bildung“ als Surrogat für Rohstoff (an dem unser Land arm ist), von „Bildung“ als Garant für Wohlstand, ja überhaupt Zukunft noch sinnloser, als es sowieso schon ist. Was die Autoindustrie neben guten Ingenieuren braucht, sind vor allem fleißige Arbeiter. Wie es um die „Bildung“ ihrer Manager bestellt sein mag, erleben wir seit Jahren.“

Aus dem Beitrag „Was wiegt so ein Gramm?“ von Edo Reents  in der F.A.Z. vom 21. September