EU: Beimischung von Palmöl zum Diesel nicht nachhaltig

Palmöl wird zur Produktion von Lebensmitteln und Kosmetika verwendet, aber auch dem Diesel beigemischt. Dies galt als Klimaschutzmaßnahme und wurde bis jetzt durch die EU in der Erneuerbaren-Energie-Richtlinie (RED) gefördert. Am 13. März hat die EU-Kommission bekannt gegeben, dass die Beimischung nicht mehr als nachhaltig und damit auch nicht mehr als förderwürdig eingestuft wird.

Dieser Schritt ist überfällig. Palmöl-Plantagen in Indonesien und Malaysia entstehen häufig durch Vernichtung von Regenwald, teilweise sogar auf Moorböden. Vor allem in letzteren Fall ist die Klimabilanz von Palmöl als Treibstoff negativ: durch die Rodung des Waldes und den Abbau der Moorböden gelangt viel mehr Kohlendioxid in die Atmosphäre als durch den Biosprit vermieden wird.

Nach der Entscheidung der Kommission soll nun ab 2023 bis 2030 die Verwendung von Palmöl in Dieselkraftstoff auf Null reduziert werden.

Frankreich ist da deutlich ehrgeiziger: Hier soll der Beimischungsstopp schon 2020 vollendet sein. Die Deutsche Umwelthilfe und andere Umweltschützer fordern auch in Deutschland einen rascheren Ausstieg aus der Palmölverwendung im Verkehrssektor.

Quelle: Deutsche Umwelthilfe, Pressemitteilung vom 14. März 2019