Seenotrettung nicht kriminalisieren

Nach der vorläufigen Freilassung der Sea-Watch-Kapitänin Carola Rackete gab es heftige Ausfälle des italienischen Innenministers Salvini, Kritik an Italien von Bundespräsident Steinmeier und Außenminister Maas, aber auch Kritik an den anderen EU-Staaten. Dazu nachfolgend ein Auszug aus: „Sea-Watch und Amnesty kritisieren Bundesregierung“ (erschienen am 02.07.2019 auf www.faz.net.)

„… die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat den EU-Staaten – und damit auch der Bundesregierung – im Drama um die „Sea-Watch 3“ Tatenlosigkeit vorgeworfen. Das Schiff habe zwei Wochen lang einen sicheren Hafen in Europa gesucht. ‚Man kann hier also keineswegs von einer vorschnellen Überreaktion der Kapitänin sprechen, sondern muss hier sagen, dass nicht nur Italien, sondern auch die anderen europäischen Staaten mit angeschaut haben, wie sich die Situation weiter zugespitzt hat‘, sagte der Generalsekretär von Amnesty in Deutschland, Markus Beeko, am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Der Fall ‚reiht sich ein in vielfältige Kriminalisierungsversuche von Seenotrettern‘, sagte Beeko…“