Die Lichterketten des Todes

In den Läden hat die Weihnachtszeit schon begonnen: Lebkuchen, Baumschmuck und Spielzeug füllen die Regale. Bei Billig-Importen aus China muss die Käuferin und der Käufer aber damit rechnen, dass er Produkte aus Zwangsarbeit mit nach Hause nimmt.

Ein Grund dafür, dass chinesische Waren so billig sind, ist, dass Zwangsarbeiter in Gefängnissen dafür schuften müssen – umsonst und unter haarsträubenden humanitären Bedingungen. Die Gefängnisse sind z.T. in den Firmen angesiedelt.

Um dort zu landen, muss man nicht unbedingt ein Verbrecher sein. Es trifft Verkehrssünder, Betrunkene und missliebige Personen wie Menschenrechtsanwälte und andere kritische Intellektuelle.

Perverser Anreiz

In den letzten Jahren ist die muslimische Minderheit der Uiguren häufig Opfer dieser Missstände. Ihre Verfolgung – im offiziellen Sprachgebrauch „Terrorismusbekämpfung“ – soll Grund dafür sein, dass die Zahl der Zwangsarbeiter in jüngster Zeit stark zugenommen hat. Uiguren in der Provinz Xinjiang werden in Umerziehungslagern gefangen gehalten.

Die chinesische Regierung hat einen perversen Anreiz zur Aufrechterhaltung dieser Gefängnisse geschaffen. Sie müssen sich nämlich selbst finanzieren, durch den Verkauf der unter unmenschlichen Bedingungen hergestellten Produkte.

Details zu diesen Praktiken zeigt der Film „Laogai – Zwangsarbeit in China“ von Hartmut Idzko.