„Niederträchtiges Spiel mit Menschenleben“

In diesen Tagen ist viel von Hygiene die Rede. Aber wenig von den katastrophalen hygienischen Verhältnissen in den Lagern für Geflüchtete auf den griechischen Inseln. Ein Ausbruch von Corona wäre hier verheerend. Seit langem wird die Rettung der Kinder aus dem Lagerelend gefordert. Die Bundesregierung reagierte lange ablehnend, dann wollte sie 1500 Kinder aufnehmen. 140 deutsche Städte hatten weit mehr Plätze angeboten. Doch passiert ist bisher nichts. Aus 1.500 wurden 350 und jetzt „zunächst“ 50. Die sollen in der Woche nach Ostern nach Deutschland gebracht werden und dort zunächst in Quarantäne kommen.

Foto: Eric Kempson, The Hope Project

Die Initiatoren der Eil-Petition „Humanitäre Krise in Griechenland“ um den EU-Parlaments-Abgeordneten Sven Giegold (s. unten) sagen dazu:

„Es ist an der Zeit zu fragen, worüber wir hier eigentlich reden. Was ist das für ein niedriges und niederträchtiges Spiel mit Menschenleben? 

Ausreden gibt es keine mehr. Wir leben in einem Land, das in einer spontanen Luftbrücke hunderttausende Urlauber heimholt und zehntausende Erntehelfer zum Spargelstechen einfliegt. Wir leben in einem Land, das über Nacht hunderte Milliarden ausgeben, aber keine 100 Kinder aufnehmen kann. Wir leben in einem Land, in dem die Feigheit regiert.“

https://www.change.org/p/eil-petition-humanitäre-krise-in-griechenland-deutschland-europa-müssen-flüchtlingen-schutz-bieten