„Schäfchen“ hortet Sprengstoff

Der Oberstabsfeldwebel Philipp S. war Ausbilder beim Kommando Spezialkräfte (KSK). Jetzt wurde er festgenommen, weil er Waffen und Sprengstoff in seinem Garten im nordsächsischen Wermsdorf gehortet hatte. Der Tagesspiegel beschreibt es am 28.06.2020 so: „Vergraben waren unter anderem ein Sturmgewehr des Typs Kalaschnikow, tausende Patronen für Gewehre und Pistolen sowie zwei Kilogramm des hochexplosiven Sprengstoffs PETN. Ein Teil des Materials stammt aus Beständen der Bundeswehr. Gefunden wurden auch Plakate und andere Devotionalien aus der NS-Zeit. Polizeibeamte nahmen Philipp S. am Standort des KSK im württembergischen Calw fest.“

Aufgefallen war S. allerdings schon im April 2017, als bei der Verabschiedung eines Kommandeurs der KSK Musik einer rechtsradikalen Band gespielt und der Hitlergruß gezeigt wurde, wie eine Teilnehmerin später Journalisten berichtete. Philipp S. (wegen seines harmlosen Aussehens beim KSK „Schäfchen“ genannt) war dabei und wurde seitdem vom Militärischen Abschirmdienst (MAD) beobachtet. Trotzdem gelang es ihm, ein Lager mit Waffen und Munition bei sich anzulegen.

Insgesamt 20 Mitglieder des KSK stehen unter dem Verdacht rechter Umtriebe.