Auch in Papua-Neuguinea: Regenwald durch Palmöl-Plantagen bedroht

Der diesjährige Preis der Alexander-Soros-Stiftung für Umwelt und Menschenrechts-Aktivisten ging an Paul Pavol aus dem Dorf Pomio in Papua-Neuguinea, das im Regenwald lag und vom Regenwald lebte. Heute sind dort nur noch Reste des Regenwaldes. Der malaysische Tropenholzkonzern Rimbunan Hijau (RH) des Milliardärs Tiong Hiew King hat den größten Teil des Waldes abgeholzt und durch Ölpalmen ersetzt. Der Konzern hat sich die Unterschriften der Landeigentümerinnen erschlichen und Politiker und Polizisten gekauft, die nun das Unrecht gegen die Regenwald-Bewohner dulden oder gar unterstützen.

Die natürlichen Lebensgrundlagen sind den Menschen entzogen, die Löhne für die Arbeiten für den Holzkonzern sind sehr niedrig und werden häufig durch den Zwang, in den Läden des Konzerns auf Kredit einzukaufen, aufgefressen. Teilweise arbeiten sogar Kinder als Tagelöhner anstatt in die Schule zu gehen.

Aktivist Pavol ist im Land umhergereist, hat die Bewohner aufgeklärt und zum Widerstand ermutigt und schließlich gegen die Pachtverträge geklagt. Unterstützt hat ihn dabei die lokale Umweltorganisation Forcert (www.forcert.org.pg).

Jetzt ist das Schicksal dieser Menschen durch die Preisverleihung an Pavol in New York einer größeren Öffentlichkeit bekannt geworden.